Heute14
Gestern28
Woche14
Monat452
Insgesamt31255

Aktuell sind 5 Gäste und keine Mitglieder online

 

 

Geschichte des TSV Pförring 1911 e.V.

 

 

1911 bis 1919

Zufolge eines Aufrufes von Seiten des Herrn Lehrers Josef Hölzle, der in diesem die Frage aufwarf “wie können wir auch in Pförring der edlen deutschen Turnsache fördernd unter die Arme greifen?” unterzeichneten sich 25 Interessenten. So beginnt das Protokoll vom 15. November 1911 über die Gründung des Turnvereins Pförrings.

 

Wie aus dem Gründungsprotokoll hervorgeht, bedurfte es bei der damaligen großen Turnbegeisterung keiner großen Worte für diese Vereinsgründung, zumal auch der damals bei der Vereinsgründung anwesende Bürgermeister Max Pollin seine Unterstützung zusicherte. Die gleich bei der Gründungsversammlung durchgeführte Wahl der Vorstandschaft brachte folgendes Ergebnis: 1. Vorstand Josef Hölzle, 2. Vorstand Tierarzt Bachhuber, Schriftwart Josef Knöferl, Säkkelwart Anton Dichtl, 1. Turnwart: Karl Götz, 2. Turnwart Georg Euringer, Zeugwart: Josef Gintner.

 

Welchen Wiederhall die Gründung des Turnvereins gefunden hatte, zeigten dann die Protokolle der folgenden Monate, in denen jedes Mal mehrere Neuaufnahmen verzeichnet sind. Da dem Verein auch gleich nach der Gründung im Saal des Vereinsmitgliedes Georg Weigl (Posthalter) ein Turnlokal zur Verfügung stand, konnte alsbald mit dem Training begonnen werden. Schon aus dem Erlös der ersten Christbaumfeier schaffte sicher der Verein noch im Gründungsjahr die ersten Turngeräte an. Einen Beweis ihres Eifers, ihrer Begeisterung und ihres könnens für die neuen Aufgaben erbrachten die Turner bereits ein halbes Jahr nach der Gründung im Sommer 1912, als sie am Wett-Turnen in Münchsmünster teilnahmen und ebenso zum Turnfest in Eichstätt anlässlich des 50jährigen Gründungsfestes des dortigen Vereines eine 6-Mann starke Turnriege entsandten. Auch im Ort selbst trat man noch im ersten Jahr mit einem vereinsoffenen Sportfest an die Öffentlichkeit, um in einem Fünfkampf die Vereinsmeisterschaften auszutragen.

 

 

Auch in den folgenden Jahren hielt die Sportbegeisterung an. So kam es nicht von ungefähr, dass sich im gauoffenem Turnfest 1913 in Riekdenburg Josef Hölzle und Martin Neumeier unter starker Konkurrenz gut plazieren konnte.

 

Mit Beginn des ersten Weltkrieges, als fast alle aktiven Turner einberufen wurden, kam der Sportbetrieb zum Erliegen.  Viele Sportkameraden kamen nicht mehr aus dem Krieg heim. In einem Nachtrag vom 8. November 1918 wird der gefallenen Vereinsmitglieder gedacht:Josef Hölzle,  Georg Husterer, Lorenz Husterer, Ludwig Böhm, Gottfried Schmidt, Martin Glas und Michael Maier.

 

 

1919 bis 1933

Erst im Herbst 1919 erwachte der Turnverein zu neuem Leben. Am 6.9.1919 wurde in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus zur Post folgende Vorstandschaft gewählt: 1. Vorsitzender Johann Winkler, Stellv. Vorsitzender: Josef Knöferl, Kassier: Anton Dichtl und Schriftführer: Xaver Ottinger. Die Aufgaben eines Turnwartes übernahmen: Georg Ferstl und Martin Neumeier. Aber schon ein Jahr später wurde Josef Knöferl 1. Vorsitzender. Im Rahmen einer Christbaumfeier am 6.1.1921 sind als sportliche Aktivitäten noch Stabübungen, Turnen am Barren und lebende Bilder aufgeführt. Dann alerdings scheint es nicht mehr so recht geklappt zu haben. Jedenfalls schweigt das Protokollbuch bis zum Jahre 1925. In dem Protokoll vom 15.2.1925 nennt der Schriftführer als Hindernis für einen geregelten Sportbetrieb das Fehlen einer Turnhalle und eines Sportplatzes. Der Wunsch nach einem Sportplatz ging aber dann schon bald in Erfüllung. Vorsitzender Edmund Dichtl war im Jahre 1929 mit einer Schar freiwilliger Helfer daran gegangen, aus einem unwegsamen Gelände an der alten Donau einen Sportplatz zu schaffen, der dann 1946 erstmals vergrößert wurde. In einem nachträglich von Kurt Reithmeier verfaßten Bericht über die Jahre 1926 bis 1933 heißt es, dass erst mit dem Bau des Sportplatzes im Jahre 1929 die Grundlage für einen erfolgreichen Sportbetreib geschaffen worden war. In diesen Jahren kam auch der Fußballsport immer mehr auf. Eine Fußballabteilung gibt es seit 1933. Neben Fußball wurden aber immer noch die Sportarten Faustball und Leichtathletik gepflegt.

 

1933 bis 1945

Als in der Zeit der Hitlerdiktatur der Sport immer mehr in den Griff der Politik geriet, wurden in Deutschland alle DJK-Vereine aufgelöst. Aber auch im TSV Pförring gab es Meinungsverschiedenheiten, sodass es zur Zersplitterung kam, die sich lähmend auf den Sportbetrieb auswikrte. Zudem lag es im Sinne der damaligen Machthaber, dass der Sport immer mehr von politischen Organisationen übernommen und geleitet wurde. Der damalige Chronist schreibt dann wörtlich: “Als der Turnverein Pförring als politisch unzuverlässig betrachtet wurde, hat die sportliche Tätigkeit aufgehört.” Der Krieg tat dann noch das seine dazu. Als letzter Vorstizender wird Edmund Dichtl genannt. Der Gemeinde wurden sämtliche Turn- und Sportgeräte zur Aufbewahrung übergeben.

 

 

1945 bis 1952

Schon bald nach Kriegsende wurde nach Genehmigung durch die amerikanische Militärregierung noch im Jahre 1945 der Fußballsport wieder aufgenommen. Wenn es damals auch an der notwendigen ausrüstung fehlte, so war man Meister im Improvisieren. Man hatte den Krieg überlebt, die Manschen konnten wieder Hoffen. Auch auf dem sportlichen Sektor war wieder eine gewisse Lebensfreude zu spüren. In den Jahren 1945 und 1946 wurden vor allem Fußballspiele gegen die umliegenden Orte ausgetragen. Weniger gut allerdings klappte es beim  TSV Pförring in den Jahren nach dem Krieg mit der Besetzung der Vorstandschaft. Innerhalb eines Jahres, von 1946 bis 1947 gab es mit Georg Gaul, Josef Fahn, Ludwig Grimm und Johann Riepl gleich 4 Vorsitzende, die alle nur wenige Monate an der Spitze des Vereins blieben. Vom Vorsitzenden Johann Riepl jedenfalls ist uns der Beginn der Verbandsrunde 1947 festgehalten. Im ersten Punktspiel am 2.3.1947 gewann Pförring 5:2 gegen den VfB Pörnbach. Folgende Elf war damals aufgeboten: Adolf Ringeisen, Josef Tyroller, Josef Habersbusch, Karl Schefthaler, Jean Bordes, Fritz Zirngibl, Heinz Broll, Horst Kutter, Ludwig Reithmeier, Max Guttenberger, Alfons Beringer.

 

 

1952 bis 1985

Erst mit der Wahl von Ludwig Karl zum Vorsitzenden trat dann im Vereinsgeschehen eine gewisse Konsollidierung ein, zumal sich Karl unter großem persönlichen Einsatz bis zu seinem allzu frühen Tode neuen Jahre lang von 1952 - 1961 für die Belange des Sportvereins einsetzte, und die Nöte und Sorgen des Vereins zu seinen eigenen machte. Für die Rückrunde im Spieljahr 1955/56 ist uns folgende Aufstellung der ersten Fußballmannschaft überliefert: Feigl Anton, Knöferl Max, Feigl Rudolf, Meier Franz, Thoma Hans, Meindl Franz, Dörfler Gustav, Ringeisen Josef, Pitzl Josef, Thoma Konrad, Seltner Reinhold, Dicht Franz.

Zum anderen hatte Karl in Rudolf Knöferl einen Kassier zur Seite, der mit dem richtigen Augenmaß die seinerzeit bescheidenen finanziellen Mittel verwaltete. Ende der 50er und Anfang der 60er  Jahre stand die Erweiterung des Sportplatzes immer wieder auf der Tagesordnung von Jahreshauptversammlungen und Ausschußsitzungen. In der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1959 unterrichtete Kassier Rudolf Knöferl die Mitglieder, dass der Verein seit der Wiederaufnahme des Sportbetriebes nach dem Kriege den höchsten Umsatz zu verzeichnen habe. Auf der Ausgabenseite war zu lesen, dass der Verein für die Vergrößerung des Sportplatzes 3298,-- DM aufgewendet hat. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war im Jahre 1961 die Feier zum 50 jährigen Vereinsjubiläum, dass der TSV Pförring unter Beteiligung aller örtlichen Vereine und mehrere auswärtiger Vereine beging. Der Verein zählte damals 120 Mitglieder - darunter 20 Jugendliche.

Im Jahre 1968 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am alten Sportplatz durchgeführt. In der DK Ausgabe vom 30.07.69 konnte man lesen: “Dank der Initiative des ehemaligen 2. Vorsitzenden Max Pollin jun., unterstützt von vielen freiwilligen Helfern war es gelungen, innerhalb eines Jahres umfassende Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, darunter vor allem die Trockenlegung besonders gefährdeter Stellen. Als ersten Gegner auf dem sanierten Platz hatte der TSV Pförring seinerzeit den Bezirksligisten FC Geisenfeld verpflichtet.

Zu Beginn der 70er Jahre galt das ganze Interesse des Vereines der Anlage eines neuen Platzes und einen Vereinsheimes auf dem vom Markt Pförring zur Verfügung gestellten Gelände beim ehem. Brückenstadel am südlichen Ortsausgang. Bereits im Juni 1970 wurden unter dem Vorsitzenden Leonhard Betz mit der Rohplanierung des Platzes begonnen. Ein Jahr später konnten die Arbeiten größtenteils abgeschlossen werden. Unter dem Vorstizenden Josef Schlagenhaufer stellt der TSV Pförring mit großer Eigeninitiative das Sportheim soweit fertig, dass es am 15. Dezember 1973 mit einem Vereinsabend seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Dazu kam wenige Monate später auch der sportliche Erfolg.

 

Zu den sportlichen Höhepunkten nach dem Krieg gehörte zweifelsohne der Aufstieg der ersten Fußballmannschaft in die B-Klasse. Im Pressebericht vom 5. Juni 1974 hieß es: “ nach vielen vergeblichen Anläufen ist der TSV Pförring am Ziel seiner Wünsche. In überlegener Manier holte sich die Elf die Meisterschaft in der C-Klasse Süd. Vom Start weg steuerte die Mannschaft unter Spielertrainer Walter Schmidt konsequent dieses Ziel an, übernahme am 4. Spieltag die Tabellenführung und gab sie nicht mehr ab.

Folgende spieler gehörten 1974 zur Meistermannschaft: Spielertrainer Walter Schmidt, Hans Amann, Thomas Batz, Horst Buchner, Georg Grimm, Siegfried Grimm, Gernot Katzenmüller, Wolfgang Lechner, Josef Lindermayer, Hermann Meister, Michael Meister, Josef Prantschke, Erich Schlagenhaufer, Franz Reithmeier, Theo Reithmeier und Josef Tyroller.

 

Im Jahre 1975, als Georg Euringer die Nachfolge von Josef Schlagenhaufer antrat, zählte der Verein bereits 250 Mitglieder und schon zwei Jahre später wurde der TSV Pförring mit 341 Mitglieder der mitgliedsstärkste Verein im Markt Pförring. In der Jahreshauptversammlung teilte Bürgermeister Dichtl mit, dass die Grundstücksverhandlungen soweit gediehen seien, dass mit dem Bau eines zweiten Spielfeldes alsbald begonnen werden kann. Auf dem sportlichen Sektor lief es inzwischen nicht mehr so gut. Trotz des neu verpflichteten Spielertrainers Sepp German konnte im Jahre 1980 der Abstieg in die C-Klasse nicht verhindert werden.
Aber bereits 2 Jahre später, im Jahre 1982 schafften die Fußballer unter Spelertrainer Franz Kratzer, der mit 34 Treffern selbst wesentlich zu diesem Erfolg beitrug, erneut den Aufstieg in die B-Klasse, allerdings unter bedeutend größeren Anstrengungen als 8 Jahre zuvor. Im Pressebericht vom 13. Juli 1982 ist festzuhalten: “Mit 4 zusätzlichen Spielen am Ende der Saison mußte die Pförringer TSV-Elf vor immer recht imposanten Zuschaerkulissen eine “schweißtreibende” Fleißaufgabe machen, um das gesteckte Ziel doch noch zu erreichen. Mit einem 4:2 Erfolg gegen Hettenshausen und einem 1:0 Sieg gegen Hundszell gelang der Pförringer Mannschaft doch noch der Aufstieg in die B-Klasse, nachdem sie zuvor in einem Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den Lokalrivalen FC Wackerstein-Dünzing den Kürzeren gezogen und auch das Ausscheidespiel gegen Grünweiß Ingolstadt verloren hatte. Zum Kader gehörte: Speilertrainer Franz Kratzer, Hans Amann, Anton Bach, Reinhold Buchner, Hubert Dichtl, Ludwig Förstl, Rudolf Gliedl, Siegfried Grimm, Günther Gsödl, Kurt Schlagenhaufer, Johann Häring, Reiner Hecker, Christoph Mödl, Willi Pollin, Franz Reithmeier und Klaus Schie.

 

Doppelten Grund zum Freuen und zum Feiern hatten dann die Mitglieder und Gönner des TSV Pförring im Sommer 1983. Neben der Einweihung des zweiten Fußballplatzes konnte der Verein im Beisein zahlreicher Festgäste auch noch das 50jährige Bestehen seiner Fußballabteilung feiern.

 

 

1986 bis 2009

 

Bericht folgt...

 

 

 

 

 

 

 

Copyright © 2018 TSV Pförring e.V.. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.